Lohnt sich ein Speicher am Balkonkraftwerk?
Ein Akku speichert den Mittagsüberschuss und gibt ihn abends ab. Das klingt immer sinnvoll – rechnet sich aber nur unter bestimmten Bedingungen.
Die Beispielrechnung
800-W-Balkonkraftwerk, Südausrichtung, rund 750 kWh Ertrag im Jahr, Strompreis 35 ct/kWh:
| ohne Speicher | mit 2-kWh-Speicher | |
|---|---|---|
| selbst genutzt | ca. 45 % = 340 kWh | ca. 80 % = 600 kWh |
| Ersparnis pro Jahr | ca. 119 € | ca. 210 € |
| Mehrersparnis durch Speicher | – | ca. 91 € pro Jahr |
Kostet der Speicher 600 €, ist er nach gut 6–7 Jahren bezahlt. Bei 1.200 € dauert es 13 Jahre – länger, als viele Akkus garantiert halten.
Ein Speicher lohnt sich eher, wenn …
- du tagsüber kaum zu Hause bist, abends aber viel verbrauchst,
- deine Module viel mehr liefern, als du mittags brauchst (z. B. 2000 Wp an 800 W),
- der Speicher günstig ist – als Faustregel unter 300 € pro kWh,
- dein Strompreis hoch ist.
… und eher nicht, wenn
- du ohnehin viel tagsüber verbrauchst (Homeoffice, Rente),
- nur ein bis zwei Module mit geringer Leistung montiert sind,
- der Speicher mehr als ca. 500 € pro kWh kostet.
Fazit: Erst das Balkonkraftwerk ein paar Monate laufen lassen und schauen, wie viel ins Netz geht. Ist es mittags regelmäßig mehr als die Hälfte, lohnt sich der Blick auf einen Speicher.
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